Weingut von Winning. Auch beim Wein gilt: Adel verpflichtet

Ein großer Pfälzer Wein-Name aus der Vergangenheit, großer Erfolg in der Gegenwart, noch größere Ambitionen für die Zukunft und Schauplatz für einen der spektakulärsten Kriminalfälle in der jüngeren Weinwirtschaft. Langweilig wird es wahrlich nicht, wenn es um das Weingut von Winning geht. Das Gut ist im ebenso beschaulichen wie berühmten Deidesheim in der Pfalz beheimatet, verfügt über rund 65 Hektar Rebfläche und produziert in zwei Produktlinien, die der wechselvollen Geschichte des Guts Rechnung tragen.
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Weingut von Winning. Auch beim Wein gilt: Adel verpflichtet
Ein großer Pfälzer Wein-Name aus der Vergangenheit, großer Erfolg in der Gegenwart, noch größere Ambitionen für die Zukunft und Schauplatz für einen der spektakulärsten Kriminalfälle in der jüngeren Weinwirtschaft. Langweilig wird es wahrlich nicht, wenn es um das Weingut von Winning geht. Das Gut ist im ebenso beschaulichen wie berühmten Deidesheim in der Pfalz beheimatet, verfügt über rund 65 Hektar Rebfläche und produziert in zwei Produktlinien, die der wechselvollen Geschichte des Guts Rechnung tragen.

Der Name ist Programm

Die Geschichte des Guts beginnt 1794, über 50 Jahr vor seiner eigentlichen Gründung. In jenem Jahr eröffnet nämlich ein gewisser Johann Friedrich Deinhard in Koblenz eine Weingroßhandlung. Als Sekt- und Weinkellerei existiert das Unternehmen bis heute und hat sich seinen guten Namen bewahrt. Manche erinnern sich vielleicht sogar noch an den Slogan „Dein Sekt sei Deinhard“ aus den frühen Fünfziger Jahren? J.F. Deinhards Sohn Friedrich jedenfalls hatte so etwas wie ein Heimspiel, als seine Frau Auguste Margarete einen Teil ihres elterlichen Weinguts erbte. Damit war der Grundstein für das „Weingut von Winning“ gelegt; das Gutshaus dazu wurde 1846 fertig. Bis zu seinem Tod erweiterte Deinhard durch Zukäufe kontinuierlich seine Rebflächen. Das Gut ging zunächst an seinen Sohn, nach dessen Tod an die Enkelin über, die einen von Winning heiratete. Das Weingut wurde umbenannt. Später lebte durch erneuten Besitzerwechsel zwar der Name Deinhard wieder auf, ab 2009 aber hieß das Gut unter einem neuen Eigner wieder von Winning. Ob sich das nochmal ändern wird? So erfolgreich, wie das Gut heute produziert, ist das eher unwahrscheinlich. Die Gründerfamilie Deinhard wird aber mit einer eigenen Linie bis heute weiter geehrt. In Stahl ausgebaut, ist die Edition „Dr. Deinhard“ im Preis übrigens deutlich günstiger als die „von Winningen“-Tropfen.

Hier zählen nur die besten Lagen

Die Topweine des Guts sind (bislang) ausschließlich Tropfen aus weißen Rebsorten. Ein Großteil der Rebfläche bei von Winning ist mit Riesling bestockt, aber auch weißer Burgunder, Sauvignon Blanc und Chardonnay haben ihren Platz. Den Spitzenweinen sind die besten Lagen vorbehalten, die kompromisslos naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden. Kunstdünger und Herbizide sind tabu, stattdessen wird Hornmist aufgebracht - streng nach dem Mondkalender, wie es überzeugte Biodynamiker empfehlen. Der Erfolg gibt Betriebsleiter Stephan Attmann recht. Der große Weinkenner und Weinfanatiker, der nach dem zu frühen Tod von Gutsbesitzer Achim Niederberger die Geschäfte für die Familie weiterführt, setzt im Weinberg alles daran, perfekte Trauben zu produzieren. So setzt er zum Beispiel auf Dichtpflanzung, bei der fast das Doppelte anstelle der üblichen 5000 Stöcke pro Hektar gesetzt wird. Im Keller setzt sich diese ausschließlich auf Spitzenqualität ausgelegte Arbeit fort. Ausnahmslos alle Pfälzer Weine unter dem Namen „von Winning“ werden in Holzfässern vergoren. Für Spitzenlagen, die viel Säure aufweisen wird nicht selten sogar neues Holz verwendet. Was bei all diesen Mühen herauskommt? Absolute Spitzenweine, die nicht nur die Reputation der Pfalz eindrucksvoll untermauern, sondern für die Weinbauregion sogar stilprägend sein dürften.

Rotweinfreunde, aufgepasst!

Falls Rotweinfreunde sich bislang von diesem Gut vernachlässigt fühlen, hier noch ein Tipp: Stephan Attmann ist ein großer Fan von Pinot Noir. Seine sortenreinen Weine aus dieser Rebe muss man einfach probiert haben. Sie werden mit demselben Perfektionismus und derselben Hingabe produziert wie die weißen Tropfen.

Übrigens, zum Gut gehört auch ein wunderbares Restaurant, das unbedingt einen Besuch lohnt. Das repräsentative Gutshaus kann zudem für festliche Veranstaltungen gebucht werden.

… und wie war das jetzt mit dem Kriminalfall?

Am 23. September 2011 wurde in den frühen Morgenstunden sage und schreibe ein Weinberg des Guts komplett abgererntet. Die Diebe ließen dabei rund 2500 Kilo Trauben im Wert von damals etwa 100.000 Euro mitgehen.

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von Winning, Chardonnay II, 2018
von Winning, Chardonnay II, 2018
Inhalt 0.75 Liter (19,33 € * / 1 Liter)
14,50 € *
von Winning, Win Win Rose, 2019
von Winning, Win Win Rose, 2019
Inhalt 0.75 Liter (17,20 € * / 1 Liter)
12,90 € *
von Winning, Drache Riesling, 2019
von Winning, Drache Riesling, 2019
Inhalt 0.75 Liter (11,33 € * / 1 Liter)
8,50 € *
von Winning, Deidesheimer Herrgottsacker Riesling, 2018
von Winning, Deidesheimer Herrgottsacker Riesling, 2018
Inhalt 0.75 Liter (20,67 € * / 1 Liter)
15,50 € *
von Winning, Sauvignon Blanc 500, 2017
von Winning, Sauvignon Blanc 500, 2017
Inhalt 0.75 Liter (53,33 € * / 1 Liter)
40,00 € *
von Winning, Ungeheuer Riesling Grosses Gewächs (GG), 2015/2017
von Winning, Ungeheuer Riesling Grosses Gewächs (GG), 2015/2017
Inhalt 0.75 Liter (40,00 € * / 1 Liter)
30,00 € *
von Winning, Sauvignon Blanc II, 2019
von Winning, Sauvignon Blanc II, 2019
Inhalt 0.75 Liter (14,67 € * / 1 Liter)
11,00 € *
von Winning, Deidesheimer Paradiesgarten Riesling, 2016/2017
von Winning, Deidesheimer Paradiesgarten Riesling, 2016/2017
Inhalt 0.75 Liter (20,67 € * / 1 Liter)
15,50 € *
von Winning, Weißer Burgunder II, 2018
von Winning, Weißer Burgunder II, 2018
Inhalt 0.75 Liter (17,33 € * / 1 Liter)
13,00 € *
von Winning, Win Win Riesling, 2018/2019
von Winning, Win Win Riesling, 2018/2019
Inhalt 0.75 Liter (14,00 € * / 1 Liter)
10,50 € *

Der Name ist Programm

Die Geschichte des Guts beginnt 1794, über 50 Jahr vor seiner eigentlichen Gründung. In jenem Jahr eröffnet nämlich ein gewisser Johann Friedrich Deinhard in Koblenz eine Weingroßhandlung. Als Sekt- und Weinkellerei existiert das Unternehmen bis heute und hat sich seinen guten Namen bewahrt. Manche erinnern sich vielleicht sogar noch an den Slogan „Dein Sekt sei Deinhard“ aus den frühen Fünfziger Jahren? J.F. Deinhards Sohn Friedrich jedenfalls hatte so etwas wie ein Heimspiel, als seine Frau Auguste Margarete einen Teil ihres elterlichen Weinguts erbte. Damit war der Grundstein für das „Weingut von Winning“ gelegt; das Gutshaus dazu wurde 1846 fertig. Bis zu seinem Tod erweiterte Deinhard durch Zukäufe kontinuierlich seine Rebflächen. Das Gut ging zunächst an seinen Sohn, nach dessen Tod an die Enkelin über, die einen von Winning heiratete. Das Weingut wurde umbenannt. Später lebte durch erneuten Besitzerwechsel zwar der Name Deinhard wieder auf, ab 2009 aber hieß das Gut unter einem neuen Eigner wieder von Winning. Ob sich das nochmal ändern wird? So erfolgreich, wie das Gut heute produziert, ist das eher unwahrscheinlich. Die Gründerfamilie Deinhard wird aber mit einer eigenen Linie bis heute weiter geehrt. In Stahl ausgebaut, ist die Edition „Dr. Deinhard“ im Preis übrigens deutlich günstiger als die „von Winningen“-Tropfen.

Hier zählen nur die besten Lagen

Die Topweine des Guts sind (bislang) ausschließlich Tropfen aus weißen Rebsorten. Ein Großteil der Rebfläche bei von Winning ist mit Riesling bestockt, aber auch weißer Burgunder, Sauvignon Blanc und Chardonnay haben ihren Platz. Den Spitzenweinen sind die besten Lagen vorbehalten, die kompromisslos naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden. Kunstdünger und Herbizide sind tabu, stattdessen wird Hornmist aufgebracht - streng nach dem Mondkalender, wie es überzeugte Biodynamiker empfehlen. Der Erfolg gibt Betriebsleiter Stephan Attmann recht. Der große Weinkenner und Weinfanatiker, der nach dem zu frühen Tod von Gutsbesitzer Achim Niederberger die Geschäfte für die Familie weiterführt, setzt im Weinberg alles daran, perfekte Trauben zu produzieren. So setzt er zum Beispiel auf Dichtpflanzung, bei der fast das Doppelte anstelle der üblichen 5000 Stöcke pro Hektar gesetzt wird. Im Keller setzt sich diese ausschließlich auf Spitzenqualität ausgelegte Arbeit fort. Ausnahmslos alle Pfälzer Weine unter dem Namen „von Winning“ werden in Holzfässern vergoren. Für Spitzenlagen, die viel Säure aufweisen wird nicht selten sogar neues Holz verwendet. Was bei all diesen Mühen herauskommt? Absolute Spitzenweine, die nicht nur die Reputation der Pfalz eindrucksvoll untermauern, sondern für die Weinbauregion sogar stilprägend sein dürften.

Rotweinfreunde, aufgepasst!

Falls Rotweinfreunde sich bislang von diesem Gut vernachlässigt fühlen, hier noch ein Tipp: Stephan Attmann ist ein großer Fan von Pinot Noir. Seine sortenreinen Weine aus dieser Rebe muss man einfach probiert haben. Sie werden mit demselben Perfektionismus und derselben Hingabe produziert wie die weißen Tropfen.

Übrigens, zum Gut gehört auch ein wunderbares Restaurant, das unbedingt einen Besuch lohnt. Das repräsentative Gutshaus kann zudem für festliche Veranstaltungen gebucht werden.

… und wie war das jetzt mit dem Kriminalfall?

Am 23. September 2011 wurde in den frühen Morgenstunden sage und schreibe ein Weinberg des Guts komplett abgererntet. Die Diebe ließen dabei rund 2500 Kilo Trauben im Wert von damals etwa 100.000 Euro mitgehen.